Archiv: Programm 2023

Freitag, 29. September

12–15 Uhr, Musik Cantus – Riedel,
Bismarckstraße 5, 10625 Charlottenburg

Pop-up: Sing mir ein Lied

Eine Gelegenheit für Passanten, vorbeizukommen und in einem informellen und spontanen Rahmen einem kurzen Liedprogramm zuzuhören.

Inês Pinto, Sopran
Bahareh Ahmadi, Klavier

20 Uhr, Gärtnerhaus, Richardstraße 34, 12043 Neukölln

Konzert mit Live-Painting: Dans les coins bleus parsemés d’or

Ein schillernder Liederabend zum Thema Farbe und wie Farbe Bedeutung schafft, indem ihre allegorische und psychologische Wirkung in Poesie und Musik erkundet wird. Die Lieder werden auch von der Malerin Katharina Michalsky begleitet, die während des Konzerts ein neues Kunstwerk* erschaffen wird.

Sophia Stern & Natalie Perez, Mezzosopran
Justine Eckhaut, Klavier
Katharina Michalsky, Malerei

*Dieses Gemälde kann am Ende des Abends erworben werden.

→ Ticket

Samstag, 30. September

15 Uhr, Gärtnerhaus,Richardstraße 34, 12043 Neukölln

Konzert: Michelangelo und die Moderne

Ein Liederabend zu den Themen Sehnsucht, Macht und Vermächtnis mit dem monumentalen Liederzyklus von Schostakowitschs „Suite on Verses by Michelangelo Buonarotti“, umrahmt von einem kunsthistorischen Vortrag von Julia Modes über den amerikanischen Künstler Cy Twombly.

Andrew Munn, Bass
Bálint Zsoldos, Klavier
Julia Modes, Kunsthistorikerin

→ Ticket

17–19 Uhr, Gärtnerhaus,
Richardstraße 34, 12043 Neukölln

Filmprojektion: Lied me!

Ein Kurzfilm-Projekt des Heidelberger Frühling Liedzentrums: in 9 Kurzfilmen verleihen 11 junge Sänger:innen und Pianist:innen ihren Erlebnissen und Fragen an die Welt mithilfe des Kunstliedes Ausdruck. Sie befassen sich mit Globalisierung und Entwurzelung, mit Ängsten und Selbstzweifeln und mit Diversität und Sexualität.

Thomas Grube, Regie und Montage
Uwe Dierks, Thomas Grube, Andrea Thilo und Christopher Warmuth, Producers.

Zu den Sänger:innen und Pianist:innen gehörten Ketevan Chuntishvili, Sopran (Georgien), Fanny Soyer, Sopran (Frankreich), Ema Nikolosvka, Mezzo (Kanada/Mazedonien), Lars Conrad, Bariton (Deutschland), Justine Eckhaut, Klavier (Frankreich), Daniel Gerzenberg, Klavier (Deutschland), Theresa Pilsl, Sopran (Deutschland), Jerica Steklasa, Sopran (Slowenien), Irena Weber, Mezzo (Serbien/Ungarn), Jeeyoung Lim, Bassbariton (Südkorea), Kunal Lahiry, Klavier (USA).

→ Ticket
20 Uhr, Gärtnerhaus,
Richardstraße 34, 12043 Neukölln

Konzert: DichterInnenliebe – Out of the Mouths of Babes

Ein Programm mit Texten von Dichterinnen und Dichtern, die sich mit der weiblichen Welt der Sinnlichkeit, der Sexualität, des Lebens und der Liebe auseinandersetzen.

Valerie Eickhoff, Mezzosopran &
Jeeyoung Lim, Bass-Bariton
Elenora Pertz, Klavier

→ Ticket

Sonntag, 1. Oktober

15 Uhr, Gärtnerhaus,
Richardstraße 34, 12043 Neukölln

Konzert: Irgendwo auf der Welt

Ein Liederabend über die in Deutschland verfemte Musik während des Zweiten Weltkriegs.

15 Uhr: Vorgespräch mit Fanny Tanck
16 Uhr: Konzertbeginn

Pia Davila, Sopran
Linda Leine, Klavier

→ Ticket

20 Uhr, Gärtnerhaus,
Richardstraße 34, 12043 Neukölln

Konzert: Schenk mir deinen goldenen Kamm

Ein sinnlicher Liederabend, mit Wiener & französischen Liedern und Gedichten des frühen 20. Jahrhunderts.

Coline Dutilleul, Mezzosopran
Justine Eckhaut, Klavier

→ Ticket

Archiv: Personen 2023

Bahareh Ahmadi, Foto: Kristian Wanvik
Foto: Kristian Wanvik

Bahareh Ahmadi, Klavier

Bahareh Ahmadi wurde in Teheran, Iran, geboren und wuchs in Schweden auf. Ihren Bachelor of Music Performance absolvierte sie an der Lilla Akademiens Musikschule in Stockholm. Anschließend vertiefte sie ihr Wissen an einer Volkshochschule in Vadstena, Schweden, wo sie sich auf Liedbegleitung spezialisierte, bevor sie ihr Universitätsstudium begann. Ihren Master begann sie in Trondheim, Norwegen, und verbrachte ein Austauschjahr an der renommierten Gnessin-Akademie in Moskau, Russland, bevor sie 2018 ihren Masterabschluss absolvierte.

Bahareh nahm an Meisterkursen in Italien, Bulgarien und Deutschland teil, unter anderem bei Bernd Goetzke, Birgitta Wollenweber, Michail Petukhov, Ilana Vered, Svetlana Navassardian und Tatiana Levitina.

Nachdem sie in Schweden Solo- und Kammermusikkonzerte gegeben hatte, lebt sie nun in Berlin, Deutschland, wo sie ihre musikalische Karriere fortsetzt.

Foto: Andrej Grilc

Pia Davila, Sopran

Pia Davila ist eine vielseitige Sängerin. Neben dem Konzertrepertoire der Klassik setzt sie sich engagiert für neue Musiktheaterformen, Uraufführungen und neue Musik ein.

In wenigen Jahren konnte sie sich für wichtige Produktionen profilieren: Opernengagements führten sie u. a. an die Deutsche Oper Berlin, die Staatsoper Hamburg, an das Theater Bremen, die Staatsoper und das Muziekgebouw Amsterdam, wo sie hervorragende Kritiken erhielt. In einer Kooperation der Deutschen Oper Berlin mit der München Biennale und dem Onassis Center in Athen sang sie 2022 die Hauptrolle in der Uraufführung „Once to be realised“ in Berlin, München und Athen. 

National und international verfolgt sie eine rege Konzerttätigkeit in Oratorien und bei Liederabenden. Wichtig sind ihr bei Liederabenden abwechslungsreiche Programme, die auch unbekanntes Repertoire aufweisen. Durch die Art ihrer Interpretation versucht sie, in jedem Lied eine Geschichte zu erzählen.

www.piadavila.com

Coline Dutilleul, Foto: Koen Broos
Foto: Koen Broos

Coline Dutilleul, Mezzosopran 

„Coline Dutilleul liebt es zu experimentieren, zu testen und Grenzen auszuloten. Sie tanzt auf den Bruchlinien. Ebenso liebt sie Worte, Poesie und die Wahrung des Textes, indem sie ihn verkörpert. Hier und jetzt. Sie schätzt, was sie zum Schwingen bringt. Sie benötigt auch Ruhe und Stille, denn sie hat die sinnliche Melancholie dieser inneren Künstler…“ Brigitte Mahaux, Musiq3 (Radiosender)

Die französische Mezzosopranistin Coline Dutilleul gehört zu den renommiertesten Sängerinnen ihrer Generation. Sie tritt an Opernhäusern in ganz Europa auf; ihre letzten Auftritte bestritt sie mit großem Erfolg an der Oper von Nizza, an der Opéra national du Rhin in Strasbourg und an der königlichen Oper von Wallonien. 

Weiterhin präsent ist sie in den Konzertsälen in Aix-en-Provence, beim Luzern-Festival, am Theater an der Wien und sowohl an der Kölner als auch der Berliner Philharmonie. Sie arbeitet dabei mit einigen der größten Dirigent:innen unserer Zeit, z.B. Speranza Scappucci, Barbara Hannigan, Leonardo García Alarcón, Renée Jacobs, Simon Rattle, Alexis Kossenko und Jordi Savall, zusammen.

Anfang dieses Jahres veröffentlichte sie mit dem Pianisten Kunal Lahiri ihr erstes Soloalbum „Licht in der Nacht“ beim Musiklabel „Outhere Music“, welches von der europäischen Kritik sehr gelobt wurde.

„Seit dem allerersten Anfang bewohnen Sehnsucht nach Licht und unersättliche Begierde, aus den ursprünglichen Dunkelheiten herauszutreten, die Seele. Wenn die große Nacht kommt, färbt sich alles in tiefer Melancholie und ungezügelter Sehnsucht nach Licht.“ C.G Jung

Justine Eckhaut, Foto: Jeremy Knowles
Foto: Jeremy Knowles

Justine Eckhaut, Klavier / Künstlerische Leitung

Die französische Pianistin Justine Eckhaut ist Gründerin und, zusammen mit Sophia Stern, künstlerische Leiterin des Berlied Festivals. Nach ihrer Ausbildung in Lille studierte Justine am CNSMD de Lyon in der Klasse von Florent Boffard und David Selig. Sie erhielt wichtige Anregungen für ihre Arbeit von Thomas Hampson (Liedakademie des Heidelberger Frühling), Eric Schneider, Susan Manoff, Sarah Tysman und Hartmut Höll. Heute begleitet sie die Gesangsklassen von Caitlin Hulcup an der Universität der Künste in Berlin. Sie ist Pianistin und Korrepetitorin des Berliner Mädchenchores unter der Leitung von Sabine Wüsthoff und des Kinderchor des Staatsoper Berlin unter der Leitung von Vinzenz Weissenburger. Justine trat unter anderem im Konzerthaus Berlin, der Deutsche Oper Berlin, der Komischen Oper Berlin, bei den Bregenzer Festspielen sowie im Konzert Theater Bern auf. Im Jahr 2021 veröffentlichte sie zusammen mit dem lyrischen Sopran Marie-Pierre Roy beim Schweizer Label Prospero das Album „Le long du quai“, eine Sammlung französischer Mélodies auf Texte des Dichters Sully Prudhomme. Schon seit sie denken kann, liebt Justine Gedichte, zum Beispiel von Eluard, Aragon, Vilmorin und Hölderlin. Das stets neue und überraschende Zusammenspiel von Worten und Musik im Kunstlied stellt für sie einen unerschöpflichen Reichtum dar.

Foto: Jeremy Knowles

Valerie Eickhoff, Mezzosopran

Die Mezzosopranistin Valerie Eickhoff absolvierte ihr Gesangsstudium bei Prof. Konrad Jarnot an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf. Diverse Stipendien sowie Meisterkurse, u.a. bei Brigitte Fassbaender und Bernarda Fink, erweiterten ihre Ausbildung. Nach einem Jahr im Opernstudio der Deutschen Oper am Rhein, wechselte Valerie Eickhoff mit der Spielzeit 2020/21 ins hiesige Ensemble und sang zuletzt Diana (Offenbach „Orpheus in der Unterwelt“), Rosina (Rossini „Il barbiere di Siviglia“), Hänsel (Humperdinck „Hänsel und Gretel“), Cherubino (Mozart „Le nozze di Figaro“), Annina (Verdi „La traviata“) sowie die Titelpartie in „Ronja Räubertochter“ (Arnecke) und Lucienne in Korngolds „Die tote Stadt. Neben ihrer Operntätigkeit tritt Valerie Eickhoff regelmäßig in Liederabenden auf. Überregional machte sie bei international renommierten Wettbewerben wie Neue Stimmen und dem Glyndebourne Opera Cup auf sich aufmerksam, im September 2021 gewann sie den 3. Preis des ARD Musikwettbewerbs in der Kategorie Gesang und in gleich zwei Kategorien wurde sie im Januar 2022 mit dem Emmerich Smola Preis ausgezeichnet: Sie gewann den Medienpreis für junge Opernstars sowie den Orchesterpreis. Im selben Jahr wurde sie außerdem beim Concours musical international de Montréal mit dem 3. Preis in der Kategorie Aria ausgezeichnet. An der Deutschen Oper am Rhein steht Valerie Valerie Eickhoff in der Saison 2023/24 als Marylou in Abrahams „Märchen im Grand-Hotel“ und in Rossinis „La Cenerentola“ auf der Bühne.

Foto: Artūrs Kondrāts

Linda Leine, Klavier

Linda Leine ist als Solistin, Kammermusikerin und Liedbegleiterin in ganz Europa erfolgreich. Sie spielte bereits für Aufnahmen des lettischen Rundfunks, des NDR, des WDR, SWR und des BR.

Die Pianistin war Stipendiatin der Oscar und Vera Ritter-Stiftung, der Alfred Töpfer Stiftung F.V.S., der AD Infinitum Foundation und der Claussen-Simon-Stiftung. Neben ihren Wettbewerbserfolgen als Solistin – sie gewann u.a. den Steinway Förderpreis – erhielt sie als Liedbegleiterin den 3. Preis in der Kategorie Liedduo beim Wettbewerb „Franz Schubert und die Musik der Moderne“. 2016 gewann sie den 1. Preis beim 9. Internationalen Wettbewerb „Verfemte Musik“.

Gemeinsam mit der Sopranistin Pia Davila plant Linda Leine mehrere Projekte für die Saison 2023/24. Im September 2022 haben die beiden Musikerinnen das Album „Irgendwo auf der Welt“ mit humorvollen Liedern verfemter KomponistInnen veröffentlicht.

Mit der Klarinettistin Anna Gāgane und dem Cellisten Kristaps Bergs gründete sie das Trio Fabel, das für seine Programme häufig mit jungen Komponisten zusammenarbeitet. Auch solistisch widmet sich Linda Leine – neben einem umfangreichen klassischen Repertoire – gerne zeitgenössischer, moderner Musik. Sie begeistert sich außerdem für das Zusammenspiel verschiedener Künste. Im Jahr 2022 hat sie das Doppelalbum „Seasons“ mit Werken des lettischen Komponisten Georgs Pelēcis für das Label SKANI eingespielt, um die Musik ihres Herkunftslandes einem breiteren Publikum bekannt zu machen.

lindaleine.com

Jeeyoung Lim, Foto: Johannes Jost
Foto: Johannes Jost

Jeeyoung Lim, Bassbariton

Jeeyoung Lim wuchs mehrsprachig auf; seine Leidenschaft für Sprachen führte ihn zur Poesie. Als Poesieliebhaber und klassisch ausgebildeter Sänger war es selbstverständlich, dass Jeeyoungs erste Liebe Kunstlied war. Diese Liebe für das Kunstlied brachte Jeeyoung nach Deutschland, wo er an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin seine Master- und Konzertexamen-Studien absolvierte. 

Er erhielt den Förderpreis bei Thomas Quasthoffs Wettbewerb „Das Lied“ und kürzlich den Britten Pears Young Artist Program Prize bei dem Wigmore Hall Song Competition. Jeeyoung wurde damit der erste asiatische Sänger, der einen Preis bei diesem Wettbewerb gewann. 

Er sang unter anderem beim Musikfestival Heidelberger Frühling, beim Eppaner Liedsommer und beim LIEDBasel Internationalen Festival. Er sang mehrmals auf Einladung von Thomas Hampson Liederabende bei der Schubert-Woche im Pierre-Boulez-Saal in Berlin mit Pianisten wie Graham Johnson und Malcolm Martineau. 

Jeeyoung ist ferner der kreative Kopf der Facebook-Seite „Lied World“, um deutsche Lieder auch in Südkorea populär zu machen. Er stellt dabei verschiedene Lieder vor, die selten in Südkorea gesungen werden. 

Er ist seit 2018 Stipendiat des Vereins Yehudi Menuhin Live Music Now Berlin e.V. und Stipendiat der Lied Akademie des Internationalen Liedzentrums Heidelberg.

Foto: Emilia von Heiseler

Katharina Michalsky, Künstlerin

Katharina Michalsky lebt und arbeitet als bildende Künstlerin derzeit in Berlin. Sie ist Meisterschülerin der Universität der Künste und hat unter anderem in Athen und Tokio ausgestellt. Dabei erforscht sie im Medium der Malerei Wechselwirkungen – um eine Atmosphäre zu schaffen, die sich in einem ständigen Zustand der Veränderung befindet, in einem Raum des Echos. Die Ölfarben auf Leinwand sind in der Darstellung zurückhaltend. Sie werfen Fragen beim Auftragen und wieder Entfernen der Farbe auf, während die Technik des langsamen Trocknens der Farbe den Prozess der Veränderung einfängt. Dieses Echo schafft eine Wechselwirkung zwischen Ausarbeitung und freiem Raum.

Julia Modes, Foto: Alessandro Frigerio Eikones
Foto: Alessandro Frigerio Eikones

Julia Modes, Kunsthistorikerin 

Julia Modes studierte Kunst- und Bildgeschichte, Philosophie und kreatives Schreiben in Berlin, Melbourne und New York. 2019 organisierte sie mit dem KuratorInnenkollektiv Kleine Humboldt Galerie das Ausstellungsfestival unselect in Berlin und kuratierte dessen Hauptausstellung unnatural. Sie lehrte Forschungs-, Projekt- und Proseminare an der Humboldt-Universität zu Berlin, sowie an der Université de Fribourg und an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. In ihrer Dissertation betrachtet sie die Gewalt im Œuvre des amerikanischen Künstlers Cy Twombly.

 

Andrew Munn, Foto: Jacob Tabib
Foto: Jacob Tabib

Andrew Munn, Bass

Der Bass Andrew Munn studierte am Bard College und an der Juilliard School bei Dawn Upshaw und Sanford Sylvan. Er tritt in führenden Rollen und bei Uraufführungen an der Deutschen Oper Berlin, der Münchner Biennale, dem Salzburger Landestheater, den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik und der Carnegie Hall auf. Das Berlin-Oxford LiedFest 2021 präsentierte seine Arbeit als Dichter und Sänger in „Berlin Verses“, seinen englischen Adaptionen von Hanns Eislers Vertonungen von Bertolt Brechts Gedichten in seinem „Hollywooder Liederbuch“. Von 2006 bis 2014 war er aktivistischer Organisator in der Bewegung für Klimagerechtigkeit in den Vereinigten Staaten. Er war Stipendiat des Tanglewood Music Institute, des Aspen Music Festivals und der Queen Elisabeth Music Chapel.

Natalie Pérez, Foto: Studio Ledroit-Perrin
Foto: Studio Ledroit-Perrin

Natalie Pérez, Mezzosopran

Die französische Mezzosopranistin Natalie Pérez, ehemals Sopranistin, wurde als Ergebnis dieses Übergangs mit dem ersten Preis für Frauen in der Oper sowie mit dem Melodie Sonderpreis beim internationalen Wettbewerb Nuits Lyriques de Marmande 2019 ausgezeichnet.

Nachdem sie Mitglied des Opernstudios der Opera Fuoco (David Stern) sowie des „Jardin des Voix“ von Les Arts Florissants (William Christie) war, studierte Natalie an der Guildhall School of Music and Drama, London, bei John Evans.

Natalie begeistert sich für das Lied- und Mélodie-Repertoire und gab im September 2019 ihr Debüt in der Wigmore Hall im Rahmen eines Programms für junge Künstler:innen, das von Dame Felicity Lott und François Le Roux geleitet wurde. Sie debütierte im Duo mit dem Pianisten Daniel Heide 2021 im Palau de la Música Catalana in Barcelona. Gemeinsam gaben sie Liederabende in Berlin, Aschaffenburg und Greiz.

2012 und 2013 nahm sie an dem fünfwöchigen Meisterkurs des Schubert Instituts in Baden bei Wien teil, wo sie mit Elly Ameling, Helmut Deutsch, Julius Drake, Bernarda Fink, Tobias Truniger, Robert Holl, Rudolf Jansen, Andreas Schmidt, und Roger Vignoles zusammenarbeitete. 

Kürzlich trat Natalie als Amore/Valetto in „Poppea“ von Monteverdi am Théâtre des Champs-Elysées; als Laura in der neuen Oper „Violet“ von Tom Coult am Théâtre de l’Aquarium, Paris; als Solistin mit les Talens Lyriques (C. Rousset) beim Prague Early Music Festival; als Venus in „Vendado es Amor“ von J. de Nebra am Auditorio Nacional de Madrid und im spanischen Nationalfernsehen, und als Anna I in „Die sieben Todsünden“ von Weill/Brecht am Théâtre de l’Athénée, Paris, auf.

Elenora Pertz, Foto: Claudia Araujo
Foto: Claudia Araujo

Elenora Pertz, Klavier

Die italienisch-amerikanische Pianistin Elenora Pertz besitzt eine Affinität für Gesang und Texte, die sie zu einer Spezialisierung auf die Arbeit mit Sänger:innen als engagierte Partnerin und Interpretin führte. In ihren künstlerischen Projekten strebt sie gleichermaßen nach Fachkompetenz und Authentizität, um die Allgemeingültigkeit der klassischen Musik und des Kunstliedes auch denjenigen zugänglich zu machen, die sich von ihrer vermeintlichen Exklusivität abgeschreckt fühlen. Als Künstlerin hat sie es sich zur persönlichen Mission gemacht, Kreativität und Verletzlichkeit in den Prozess der Entdeckung, Darbietung und Vermittlung von Kunstliedern einzubringen.

Elenora Pertz kann auf eine beeindruckende künstlerische Laufbahn zurückblicken und hat in renommierten europäischen Konzertsälen wie der Wigmore Hall, dem Musée d’Orsay, bei der Schubertiade Schwarzenberg sowie dem Atelier Lyrique de Tourcoing brilliert. Zudem hat sie Aufnahmen für namhafte Labels wie Hänssler Classics und B Records veröffentlicht. Als künstlerische Leiterin und Gründerin des Vereins „Lied the Way e.V.“ setzt sie sich dafür ein, Liedpianistinnen zu vernetzen und zu fördern.

Ihre Expertise teilt sie auch als Mitglied der Gesangsfakultät an der Universität der Künste Berlin, wo sie einen eigens konzipierten Kurs namens „Der künstlerische Weg“ anbietet. Elenora Pertz hat ihre akademische Ausbildung an namhaften Institutionen wie der Vanderbilt University, der Musik und Kunst Privatuniversität Wien sowie der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin absolviert.

Inês Pinto, Foto: Aliaksandra Kanonchenka
Foto: Aliaksandra Kanonchenka

Inês Pinto, Sopran

Inês Pinto ist eine talentierte portugiesische Sopranistin mit einer ausdrucksstarken Stimme. Ihre Leidenschaft für Musik entdeckte sie früh durch das Singen im Kirchenchor. Inês arbeitet seit etlichen Jahren als freiberufliche Sängerin, was ihr ermöglicht, mit geschätzten Kollegen inspirierende Musik zu machen. 

Mit dem Pianisten Bahareh Ahmadi erkundet sie Repertoire aus Norwegen, Schweden, Portugal, Brasilien und Spanien. Mit dem Gitarristen Márcio Silva erforscht sie das iberische Repertoire. Sie hat bereits zahlreiche Opernrollen gesungen, darunter Juliet Brook und Sophie Brook („The Little Sweep“ von B. Britten), Barbarina („Le Nozze di Figaro“ von W. A. Mozart), Papagena („Die Zauberflöte“ von W. A. Mozart), Dido („Dido and Aeneas“ von H. Purcell), Amore („Orfeo Ed Euridice“ von C. W. Glück) und Cleopatra („Giulio Cesare“ von G. F. Händel). 

In der Saison 2021/2022 trat sie als Solistin Rutters „Requiem“ in Großbritannien auf, nahm am „The Swan of Pesaro“ (einem europäischen Projekt zur Förderung von Rossinis Musik) in Portugal, Griechenland und Italien teil und war Teil der Berliner Opern Akademie. Im Jahr 2023 trat sie regelmäßig mit dem Ensemble „Gone High“ auf, wo sie erstmals die Rolle der Königin der Nacht sang. Sie war auch Teil des „MusikfürMusik“ Künstler-Kollaborativs. 

Inês studiert derzeit privat bei der Sopranistin Abbie Furmansky.

Sophia Stern, Foto: Katie Edwards
Foto: Katie Edwards

Sophia Stern, Mezzosopran / Künstlerische Leitung 

Die französisch-amerikanische Mezzospranistin Sophia Stern ist mit mehreren Sprachen und Kulturen aufgewachsen und hat ihr Zuhause immer darin gefunden, Gedichte zu lesen, Musik zu hören und Lieder aus verschiedenen Ländern zu interpretieren. Zurzeit studiert sie Gesang bei Caitlin Hulcup an der Universität der Künste in Berlin, nachdem sie zuvor ein Studium an der King’s College London Universität mit dem Schwerpunkt Vergleichende Literatur abgeschlossen hat. 

Als Mitglied des Opernstudios Opera Fuoco zwischen 2013-17 gab Sophia 2014 ihr Solodebüt als Dorabella in der Uraufführung von Nicolas Bacris „Cosi Fanciulli“ am Théâtre des Champs-Elysées. Zu ihren weiteren Rollen gehören Toybe in Rumshinskys „Die Goldene Kale“ und Anita in Bernsteins „West Side Story“ (2019), Krystal Lambert in Gregory Vajdas „Georgia Bottoms“ (2021) und l’Enfant in Ravels „L’Enfant et les Sortilèges“ (2023). 

Parallel dazu entdeckte sie ihre Vorliebe für die Kunst des Librettos und arbeitet seit 2017 mit dem deutschen Komponisten Andreas Bäuml zusammen. Gemeinsam schufen sie das Libretto zu der Kurzoper „Daphne’s Dream“, die 2018 in Salzburg uraufgeführt wurde, sowie mehrere Liederzyklen für Chor und Solostimme mit Ensemble. Derzeit arbeiten sie an ihrer zweiten Oper.  

Seit 2021 leitet Sophia gemeinsam mit der Pianistin Justine Eckhaut das Kunstliedfestival Berlied, das im kommenden Herbst seine dritte Saison in Berlin erlebt.

Foto: Evgeny Beleninov

Fanny Tanck, Moderatorin 

Fanny Tanck wuchs in Hamburg auf und lebt seit 2002 in Berlin. Sie studierte Philosophie, Musik- und Kulturwissenschaft an der Humboldt Universität und arbeitet heute als freie Autorin, Moderatorin und Musikjournalistin beim öffentlich rechtlichen Rundfunk. 

Aktuell kann man sie regelmäßig auf RBB Kultur hören, wo sie neben ihrer eigenen Sendung „Meine Musik“ klassische Konzerte und Opernaufführungen moderiert und als Reporterin bei Klassikveranstaltungen im Einsatz ist. 

Von 2008-2018 war Fanny Tanck beim Popkultursender Radioeins vom RBB tätig, u.a. als Moderatorin im Tagesprogramm, als Autorin und Moderatorin unterschiedlicher Musiksendungen von Bluegrass bis Indiepop, als Reporterin bei Popkonzerten und als Gast-Kritikerin in der Sendung „Soundcheck“. Darüber hinaus konzipierte sie Thementage, neue Musikformate und produzierte Beiträge und Sendungen für Deutschlandfunk Kultur, DLF, BR, MDR und den NDR. Außerdem moderiert Fanny Tanck auf Berliner und Brandenburger Bühnen, u.a. die „Opera Lounge“ an der Deutschen Oper Berlin und Gespräche/Lesungen zu Musikthemen am Literaturhaus Berlin. 

Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit bilden die Gattungen Oper und Lied im Klassikbereich sowie ein breites Spektrum an „Americana“-Musik im Popbereich. Als Autorin von Lyrik war Fanny Tanck Mitglied der Darmstädter Textwerkstatt von Kurt Drawert (2019/2020) und Merck-Stipendiatin 2019. 

Seit 2020 betreibt sie ihre eigene Gesprächsreihe TANCKSTELLE auf YouTube, wo sie sich mit Menschen unterschiedlicher Kultursparten über das Hervorbringen von Kunst und ihre persönlichen Schaffensprozesse unterhält.

 

Balint Zsoldos

Bálint Zsoldos, Klavier 

Bálint Zsoldos hat sein Musikstudium an der Liszt-Akademie in Budapest abgeschlossen. Nach dem Abschluss nahm er an mehreren Meisterkursen namhafter Künstler wie Dmitry Bashkirov, Lazar Berman und György Sebők teil. Er tritt regelmäßig sowohl als Solist als auch als Kammermusiker in Konzertsälen sowohl in Ungarn als auch im Ausland auf. Er hat an renommierten Orten wie dem Mozarteum in Salzburg, der Carnegie Hall in New York und dem Rachmaninov-Saal in Moskau gespielt. Als Solist hat er mit international anerkannten Dirigenten wie Zoltán Kocsis, Yuri Simonov und Tamás Vásáry zusammengearbeitet.

 

Archiv: Programm 2022

Samstag 1. Oktober 2022, 20 Uhr
Das Gärtnerhaus, Richardstr. 34, 12043 Berlin

Hängende Gärten

Fleur Barron, Mezzo-Sopran
Justine Eckhaut, Klavier

Lieder von Schönberg und Brahms
mit Gedichten von Daniel Gerzenberg (Uraufführung)

Sonntag 2. Oktober 2022, 18 Uhr
Das Gärtnerhaus, Richardstr. 34, 12043 Berlin 

Auprès du feu

Sophia Stern, Mezzo-Sopran
Charlie Zhang, Laute

Französische, englische und italienische Lieder des 17. Jahrhunderts

Samstag 8. Oktober, 20 Uhr
Nirgendwo, Helsingforser Str. 10, 10243 Berlin

let me LIED you

Amanda Becker, Sopran
Gur Liraz, Gitarre
Roz Macdonald, Kontrabass
Anni Laukkanen, Bela Meinberg, Klavier

Lieder und Jazz-Standards

Sonntag 9. Oktober, 18 Uhr
Das Gärtnerhaus, Richardstr. 34, 12043 Berlin
Helden. Mythen. Sagen.

Frederic Jost, Bass
Justine Eckhaut, Klavier

Lieder von Franz Schubert, Carl Loewe und Robert Schumann

Samstag 15. Oktober, 20 Uhr
Nirgendwo, Helsingforser Str. 10, 10243 Berlin

Die schöne Müllerin, D795
Franz Schubert / Wilhelm Müller

Benjamin Popson, Tenor
Justine Eckhaut, Klavier

Sonntag 2. Oktober & Sonntag 16. Oktober

À la carte

Intimes Konzert für 2 bis 5 Zuschauer. Das Konzertprogramm dauert 25 min und wird vom Publikum ausgewählt. Der Veranstaltungsort wird bis zur Woche des Konzerts geheim gehalten. 

Vizma Zvaigzne, Mezzo-Sopran
Justine Eckhaut, Klavier

Archiv: Personen 2022

Amanda Becker, Sopran

Amanda Becker hat eine klassische Gesangsausbildung in Frankfurt, Freiburg und Berlin abgeschlossen. Zugleich war sie immer auch als Jazzsängerin aktiv. Heute lebt sie in Berlin und ist sowohl als Opern- und Konzertsängerin als auch in der Jazz-Szene zu erleben. Der Konzertabend „let me LIED you“ bringt diese beiden Welten endlich zusammen und damit auch einige der großartige Musikerinnen aus Jazz und Klassik, mit denen Amanda zusammenarbeitet hat. Als schwarze Sängerin, in einer mehrheitlich weißen Kultur- und Musikszene in Europa, identifiziert sie sich mit Texten von Audre Lorde, Toni Morrison, Grada Kilomba, Angela Davis und vielen anderen. Die Bücher und Gedichte dieser feministischen Schriftstellerinnen geben Amanda schon lange Zeit Halt und Hoffnung für ihr eigenes Berufs- und Alltagsleben.

Anni Laukkanen, Klavier

Die finnische Pianistin Anni Laukkanen wuchs in einer Musikerfamilie auf, umgeben von Klassik, Volksmusik, Jazz, Tango und Hip Hop. Ihre Leidenschaft zu Poesie und Kammermusik führte sie nach Abschluss ihres Masterstudiums an der Sibelius-Akademie in Helsinki 2014 nach Berlin. Dort studierte sie Liedgestaltung an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in der Klasse von Prof. Wolfram Rieger. Mentoren wie Ilmo Ranta, Eric Schneider, Helmut Deutsch, Graham Johnson und Susan Manoff prägten ihre Arbeit am Lied entscheidend mit. Seit 2016 hat Anni einen Lehrauftrag für Gesangskorrepetition an der Universität der Künste Berlin. Außerdem tritt sie regelmäßig als Liedpianistin auf, unter anderem mit Amanda Becker, Madeline Cain, Iida Antola, Johannes Held und Christian Wagner. 2018 war sie Finalistin des Liedwettbewerbs der Internationalen Hugo-Wolf Akademie und des Internationalen Schubert-Liedwettbewerbs. 2019 gewann sie den Preis für die beste Liedinterpretation mit Álfheiður Erla Guðmundsdóttir beim internationalen Haydn-Wettbewerb in Österreich.

Béla Meinberg, Klavier

Der deutsche Jazzpianist Béla Meinberg konnte bereits mit einigen Größen der internationalen Szene arbeiten, darunter Billy Hart, Seamus Blake, Doug Weiss, Matt Penman, Chris Cheek und Mike Moreno. Mit dem Trio MMO veröffentlichte Béla das Album „MMO feat. Chris Cheek – the hiker“. Das Béla Meinberg Trio veröffentlichte 2020 sein Debütalbum „It’s a Game“ und 2022 das zweite Album „Akkolo“ bei Fattoria Music Records. Béla war Stipendiat der Oscar und Vera Ritter-Stiftung und Gewinner des ersten Steinway-Förderpreises für Jazzklavier-Solo. 2017 gewann er den dritten Platz beim Yamaha Jazz Piano Wettbewerb in Nürnberg.

Benjamin Popson, Tenor

Der amerikanische Tenor Benjamin Popson gab 2011 sein Operndebüt bei der Toledo Opera Company. Kurz darauf begann er sein Studium bei Michèle Crider an der Universität Mozarteum in Salzburg. Sein europäisches Bühnendebüt war die Rolle des Pelléas in Debussys „Pelléas et Mélisande“ im Mozarteum Opernstudio Salzburg. An der Hamburgischen Staatsoper spielte er den Ajax in Offenbachs „La belle Hélène“. Von 2014 bis 2016 war er Mitglied des Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper und sang dort in dieser Zeit 18 weitere Rollen. 2016 war er Stipendiat beim Internationalen Musikfestival Heidelberger Frühling, wo er bei Thomas Hampson und Brigitte Fassbaender studierte. 2019 spielte Benjamin in der ersten Berliner Aufführung von Eötvös „Angels in America“ als Prior Walter die Hauptrolle. Im Juli 2021 gab er sein Abschlusskonzert an der Universität der Künste Berlin. Im Sommer 2022 wird Benjamin die Hauptrolle in der Uraufführung von „Die Eifersüchtigen“ von Raff in Zürich spielen.

Charlie Zhang, Laute

Charlie Zhang wurde in Qingdao, China geboren. Er studierte Konzertgitarre und Laute an der Akademie für Tonkunst Darmstadt bei Tilman Hoppstock, an der Universität der Künste Berlin bei Thomas Müller-Pering, am Koninklijk Conservatorium Den Haag bei Joachim Held und Mike Fentross sowie an der Hochschule für Musik Nürnberg. Parallel zu seinen Studien besuchte Charlie regelmässig Meisterklassen verschiedener Tonkünstler. Seine vielfältige Konzerttätigkeit brachte ihn neben China und Europa auch nach Istanbul und Honolulu. Seit 2017 spielte er mit den Ensembles Musica Sequenza, Musica Colorata und Shanghai Camerata unter anderem beim Händel-Festival Halle, beim MISA-Festival Shanghai und beim International Music Festival of Beijing. Da es in seiner Familie eine große Liebe zum Gesang gab, kannte Charlie schon als Kind über hunderte Volkslieder aus der ganzen Welt. Mit großer Leidenschaft sang er im Chor und Musical, schrieb Lieder und gründete in seiner Schulzeit eine Band. Seine besondere Liebe galt den Liedern von John Dowland und so kam er in die Welt der Alten Musik. Heute spielt er mit seinen Zupfinstrumenten Lieder aus 600 Jahren Musikgeschichte von der Renaissance bis zum Pop.

Daniel Gerzenberg, Lyrik

Daniel Gerzenberg ist Lyriker und Pianist. Als Lyriker beschäftigt er sich mit Themen wie Identität, Sexualität und Trauma, als Pianist sucht er den direkten Gefühlsausdruck. An der Schnittstelle von Text und Musik sucht er die Zusammenarbeit mit Sängern, Komponisten und Dichtern, sei es um Texte zu bestehenden Kompositionen zu schreiben, eigene oder fremde Lyrik zu vertonen oder gemeinsam neue Lieder zu schreiben. Er komponiert und schreibt für Musik- und Sprechtheater und rezitiert seine eigene Lyrik auf der Bühne. Und manchmal improvisiert er dazu am Klavier. Daniel unterrichtet Lyrik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler und Lied an der Universität der Künste Berlin.

Fleur Barron, Mezzo-Sopran

Die singapurisch-britische Mezzosopranistin Fleur Barron ist leidenschaftliche Interpretin und Kuratorin von Kammermusik. Ihre besondere Vorliebe gilt interkulturellen Projekten in denen das Standardrepertoire mit Auftragswerken und selten gespielten Stücken kombiniert wird. Fleur gewann 2022 den Premi Franz Schubert der Associació Franz Schubert Barcelona und wurde vom Concertgebouw Amsterdam als Hemelbestormer (Himmelsstürmer) für die Saison 2022–2023 ausgezeichnet. Als künstlerische Partnerin wird sie in den kommenden Jahren zahlreiche Projekte für das Orquesta Sinfonica del Principado de Asturias in Oviedo, Spanien zusammenstellen und aufführen. Eines ihrer Lieblingswerke ist Schuberts „Winterreise“, die sie dieses Jahr zusammen mit Julius Drake in Irland, Spanien, Frankreich und Deutschland aufführt. In ihrer Programmgestaltung erkundet Fleur Themen wie Imperialismus und kulturelle Identität, Heimat, Kindheit und Träume, Sex und transkulturelle Zusammenhänge.

Frederic Jost, Bass

Der in München geborene junge Bass Frederic Jost kann schon auf eine rege Opern- und Konzerttätigkeit zurückblicken. So war er als Ordulfo in Trojahns „Enrico“ erstmals an der Oper Frankfurt zu Gast. Seitdem ist er regelmäßig dort engagiert und gab in der Spielzeit 2021/22 mehrere Rollendebüts, wie die des Wirts in Humperdincks „Königskinder“, den 1.Soldat in Strauß „Salome“ sowie die Rolle des Gretch in der Oper „Fedora“ von Giordano. 2018 debütierte er bei den Bregenzer Festspielen. Außerdem war er beim Davos Festival zu erleben und gab an der Seite des Pianisten Donald Sulzen einen Liederabend bei den Fränkischen Musiktagen in Alzenau. Frederic ist Gewinner des 49. Bundeswettbewerbs Gesang, war von 2019 bis 2022 Mitglied des Internationalen Opernstudios der Staatsoper Unter den Linden und ist Stipendiat der Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung. Bereits während seiner künstlerischen Ausbildung im Tölzer Knabenchor trat er als Solist unter anderem an der Staatsoper Berlin sowie im Concertgebouw Amsterdam auf und gastierte international als Knabe in Mozarts „Zauberflöte“.

Gur Liraz, Gitarre

Der 1988 in Tel Aviv geborene Jazzgitarrist Gur Liraz besuchte die Jazzklasse der renommierten Thelma Yellin High School und studierte bei einigen der besten Musiker der israelischen Szene. Seit 2004 war er ein aktives Mitglied der Tel-Aviver Jazzszene. Während dieser Zeit trat er in verschiedenen Jazzclubs und Bars auf, studierte Jazzgitarre bei Ofer Ganor sowie klassische Gitarre bei Ruben Seroussi. Nachdem er ein halbes Jahr in New York bei der Gitarrenlegende Peter Bernstein studiert hatte, zog Gur 2013 nach Berlin und wurde bald in die dynamische Jazzszene der Stadt eingebunden. Anfang 2022 nahm er mit seinem Orgeltrio sein erstes Album als Leader auf.

Justine Eckhaut, Foto: Sébastien Jourdan

Justine Eckhaut, Klavier, Künstlerische Leitung

Die französische Pianistin Justine Eckhaut ist künstlerische Leiterin des Berlied Festival. Nach ihrer Ausbildung in Lille studierte Justine am CNSMD de Lyon in der Klasse von Florent Boffard und David Selig. Sie erhielt wichtige Anregungen für ihre Arbeit von Thomas Hampson, Eric Schneider, Susan Manoff, Sarah Tysman und Hartmut Höll. Heute begleitet sie die Gesangklassen von Prof. Elisabeth Werres und Prof. Caitlin Hulcup an der Universität der Künste in Berlin. Sie ist Pianistin und Korrepetitorin des Berliner Mädchenchores unter der Leitung von Sabine Wüsthoff und des Kinderchor des Staatsoper Berlin, unter der Leitung von Vinzenz Weissenburger. Justine trat unter anderem im Konzerthaus Berlin, der Deutsche Oper, bei den Bregenzer Festspielen, sowie im Konzert Theater Bern auf. Im Jahr 2021 veröffentlichte sie zusammen mit dem lyrischen Sopran Marie-Pierre Roy beim Schweizer Label Prospero das Album „Le long du quai“, eine Sammlung franzöischer Mélodies mit Texten des Dichters Sully Pruhdomme. Schon seit sie denken kann, liebt Justine Gedichte, zum Beispiel von Eluard, Aragon, Vilmorin und Hölderlin. Das stets neue und überraschende Zusammenspiel von Worten und Musik im Kunstlied stellt für sie einen unerschöpflichen Reichtum dar.

Roz Macdonald, Kontrabass

Die schottische Musikerin Roz Macdonald studierte Jazz am Leeds College of Music, wo sie nach ihrem Abschluss 2016 das Yamaha Jazz Scholarship für herausragende Musiker erhielt. Seitdem hat sie in ganz Europa mit einigen der renommiertesten Jazzmusikern der Welt gespielt. Roz liebt es in wechselnden Konstellationen und Besetzungen ganz unterschiedliche Stilrichtungen zu spielen. Ihr Konzertabend beim Berlied Festival ist dafür ein perfektes Beispiel! Sie komponiert regelmäßig für verschiedene Besetzungen, darunter auch ihr eigenes Trio, mit dem sie gerade ihr Debütalbum „Make Do“ veröffentlicht hat. Seit 2017 lebt und arbeitet sie in Berlin.

Sophia Stern, Mezzosopran, Künstlerische Leitung

Sophia Stern studiert bei Prof. Carola Höhn an der Universität der Künste Berlin. Zuvor schloss sie einen Bachelor im Hauptfach Vergleichende Literatur am King’s College London erfolgreich ab. Sie war Mitglied des Opernateliers Opera Fuoco (2013–17). Im Jahr 2014 gab Sophia ihr Solodebüt in der Rolle der Dorabella in „Cosi Fanciulli“ von Nicolas Bacri und Eric-Emmanuel Schmitt am Théâtre des Champs-Elysées. Als Mitglied der King’s College Opera Society verkörperte sie die Rollen der Susanna in „Nozze di Figaro“ und des Romeo in „I Capuleti e i Montecchi“. Zu ihren Rollen gehören auch Toybe (Rumshinskys „Die Goldene Kale“) in Örebro, sowie Anita („West Side Story“) in Beynes und Krystal Lambert (Vajdas „Georgia Bottoms“) in Berlin. Sie arbeitet mit dem Komponisten Andreas Bäuml zusammen und verfasste das Libretto für ihre Oper „Daphne’s Dream“ am Theater im Kunstquartier Salzburg (2018).

Vizma Zvaigzne, Mezzosopran

Die lettische Mezzosopranistin Vizma Zvaigzne wuchs auf dem Land auf und verbrachte einen großen Teil ihre Kindheit in der freien Natur. Dort entdeckte sie ihre Liebe zum Gesang und zum lettischen Volkslied. Später lernte sie die klassische Musik kennen und wurde am Klavier ausgebildet. Sie studierte Musikologie an der lettischen Musikakademie und an der HfMdK Stuttgart sowie Gesang an der HfM Hanns Eisler Berlin. Zur Zeit studiert sie am Conservatorium van Amsterdam. Vizmas besondere Leidenschaft gilt dem Kunstlied. Sie war schon in zahlreichen Liederabenden zu hören und hat unter anderem bei den Lunchkonzerten der Berliner Philharmonie, bei den Lettischen Schubertiaden und beim HIDALGO Festival in München mitgewirkt. Konzertreisen haben sie als Solistin neben Lettland und Deutschland auch nach Litauen, Estland, Spanien, Norwegen, Rumänien, Israel, USA und Südafrika geführt. Sie ist Preisträgerin zahlreicher Gesangswettbewerbe und Stipendiatin der Richard Wagner Stipendien Stiftung und des Yehudi Menuhin Live Music Now Berlin e.V.

Archiv: Konzerte 2021

Samstag, 3. Juli 2021

Séraphine Cotrez, Mezzo-Sopran
Justine Eckhaut, Klavier

Es entsteht ein Kabarett. Séraphine kann die Seelen anderer hören. An diesem Abend werden die Komponisten Debussy und Liszt mit Weill und Gershwin gekreuzt. Durch die warme Stimme der Sängerin Séraphine Cotrez vorgetragen, kommt es zu einem Feuerwerk der Sinne. Es wird festlich und ein ganz kleines bisschen sexy. Die Damen und Herren im Publikum werden dazu eingeladen, sich in Schale zu werfen.

Montag, 5. Juli 2021

Georg Drake, Tenor
Justine Eckhaut, Klavier

Musikalisch. Klassisch und spontan. Wer kann das heute noch? Georg Drake. Man sagt, der junge Mann soll viele Geheimnisse haben. Berlin ist gespannt. Was wird passieren? Selbst wir wissen es nicht. Das Programm wird am Ende des Abends bekannt gegeben.

Donnerstag, 8. Juli 2021

Philipp Mayer, Bass
Justine Eckhaut, Klavier

Es ist eindeutig: Die letzten Kompositionen von Brahms, Schubert und Kahn haben eines gemeinsam – den Rückblick auf ein ganzes Leben. In diesem Rückblick finden sich Freude und Schmerz, Hoffnung und Enttäuschung und … ein Gefühl der Überforderung. Der Liederabend wird mit rezitierten Texten sowie mit performativen und elektroakustischen Elementen dramaturgisch verfeinert.

Freitag, 9. Juli 2021

Margot Genet, Sopran
Justine Eckhaut, Klavier

Wir laden ein: Kinder und Erwachsene mit Fantasie. Die Sängerin Margot Genet, selbst Tochter einer Eule, betritt die Bühne und verwandelt einen Liederabend in einen Märchenwald. Mit Werken von Debussy, Strauss und Wolf treffen sich Hexen, Elfen und Nachtigallen in einer Vollmondnacht.

Archiv: Personen 2021

Séraphine Cotrez, Mezzo-Sopran

Jazz- und flamencobegeistert begann die französische Mezzo-Sopranistin Séraphine Cotrez Musik Jazzstandards zu lernen, ihr Vater an der Gitarre. Ihre Mutter, eine Opernsängerin, inspiriert sie bei der Entdeckung dieser fabelhaften Stimmwelt.

Nach dem Studium der angewandten Kunst widmete sich Séraphine Cortez der Musik und begann mit dem Gesangsstudium. Mit einer vollen und ausdrucksstarken Stimme beschenkt, arbeitete sie zunächst in Paris mit dem Bariton Yann Toussaint. 2014 begann sie am CNSMD de Lyon in der Klasse von Françoise Pollet zu studieren. In der vergangenen Saison gestaltete sie in der Pariser Opéra Comique die Rolle des OEnone in Rameaus Hippolyte et Aricie mit dem Pygmalion Ensemble unter der Leitung von Raphaël Pichon.

Georg Drake, Tenor

Georg Drake arbeitet zurzeit im Rundfunkchor Berlin. Vorher studierte er an der Universität der Künste Berlin bei Elisabeth Werres. Während seines Studiums war er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Am Theater Lübeck war er in einer neu arrangierten Fassung der Operette „Die schöne Galathée“ zu sehen. Diese Produktion war kürzlich beim Rheingau Musik Festival zu Gast. Georg gestaltete Konzerte mit dem Orchester der Komischen Oper Berlin und dem SWR-Symphonieorchester. Gemeinsam mit Eric Schneider gab Georg einen Janáček-Liederabend im Rahmen der Kölner Konzertreihe „Im Zentrum Lied“.

Philipp Mayer, Bass

Der aus Österreich stammende Bass Philipp Mayer befindet sich aktuell im Engagement am Konzert-Theater Bern. Sein Kezal in Die verkaufte Braut und Bartolo in Barbiere di Siviglia wurden von Publikum und Kritikern gefeiert. Er ist zweifacher Preisträger der Kammeroper Schloss Rheinsberg. Solistische Engagements erfolgten an der Deutschen Oper Berlin, in der Berliner Philharmonie, an der Staatsoper Berlin und am Staatstheater Wiesbaden. Eine Ausbildung im zeitgenössischen Tanz, die Intendanz zweier Festivals und erste Erfahrungen als Autor und Regisseur, spiegeln die Vielseitigkeit des Sängers wider. Philipp Mayer wurde von Roman Trekel, Anneliese Fried und Albert Pesendorfer an der HfM “Hanns Eisler” und UdK Berlin ausgebildet.

www.philipp-mayer.com

Margot Genet, Sopran

Die in Frankreich geborene Sängerin Margot Genet studierte Gesang und Cello in ihrer Heimatstadt Limoges, ehe sie im Jahr 2019 an der Universität der Künste in Berlin in der Klasse von Elisabeth Werres ihr Masterstudium absolvierte. Schon früh entdeckte sie durch das Singen in einem Kinderchor die Leidenschaft für die Musik.
Derzeit zwischen Deutschland und Frankreich lebend, versucht sie, ihr frühes und starkes Interesse an Barockmusik mit einer neueren Passion für Lied-, Mélodie- und Opernrepertoire zu verbinden. Margot Genet ist Mitglied des Opernstudios der Oper von Lyon seit 2019.

www.margotgenet.com

Justine Eckhaut, Foto: Sébastien Jourdan

Justine Eckhaut, Klavier, Künstlerische Leitung

Sie studierte Klavier am CNSMD de Lyon in der Klassen von Florent Boffard und von David Selig. Seit 2019 begleitet sie in Gesangsklassen an der Universität der Künste in Berlin. 
In dieser Saison war die französische Pianistin Teilnehmerin der Liedakademie des Heidelberger-Frühling Festivals unter der künstlerischen Leitung von Thomas Hampson. Gemeinsam mit der Sopranistin Marie-Pierre Roy nahm sie unter dem Titel Le long du quai eine CD mit französischen Mélodies auf.

Justine ist eine neugierige und vielseitige Künstlerin. Als lebenslange Leserin von Gedichten findet sie einen großen Reichtum in Liedern und in dem Zusammenspiel der Farben, der Worte und der Harmonien.

www.eko-j.com

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