Das nächste Berlied Festival wird im Frühjahr 2025 stattfinden. 

Berlied ist ein interdisziplinäres Kunstlied-Festival in Berlin. Eine innovative Lied-Konzertreihe, ein Labor für Ideen und neue Konzertformate, ein kreativer Raum des Austauschs, in dem junge und etablierte Künstler:innen ihre hochwertigen, genreübergreifenden Projekte vortragen können, wo intime Kammermusikkonzerte einem breiteren und aufgeschlossenen Publikum an unkonventionellen Orten zugänglich sind.

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Über uns

Warum das Kunstlied als Ausdrucksmittel? Im Kern geht es uns darum, die einzigartige Beziehung zwischen Poesie und Musik dieses Genres herauszustellen und zu erweitern. Wir möchten neue Wege gehen: durch die Verschmelzung klassischer Musik mit visuellen Elementen, Tanz, zeitgenössischer Musik, Spoken Word und anderen Kunstgenres möchten wir die Relevanz und Kreativität des Kunstliedes hervorheben und stärken. Die von uns entwickelten und sorgfältig ausgewählten Projekte mit internationalen Künstler:innen sind jeweils auf die Veranstaltungsorte zugeschnitten und sollen die neue führende Generation von Kunstlied-Interpret:innen repräsentieren.

Unsere Geschichte

Das Festival und der Verein wurden ursprünglich 2021 von der Pianistin Justine Eckhaut gegründet, um die Berliner Kulturlandschaft während der Corona-Pandemie zu bereichern und insbesondere andere junge Künstler:innen zu unterstützen. Berlieds erste Konzerte fanden meist im Familien- und Freundeskreis statt. Im Laufe der Jahre hat sich Berlied weiterentwickelt, sein Publikum, sein Programm und seinen Stellenwert erweitert und mit neuen Veranstaltungsorten und Partnern zusammengearbeitet. Im Jahr 2022 trat die Mezzosopranistin und Dichterin Sophia Stern dem Kreativteam bei. Seitdem teilen sie sich die künstlerische Leitung.

„Das neue Berlied-Festival spürt dem Zusammenspiel von Wort und Ton nach“

Dr. Albrecht Dümling, Neue Musikzeitung
→ Neue Musikzeitung, 6.11.2022

Unsere Werte 

1. Exzellenz 
Das Berlied Festival ist eines der wenigen unabhängigen Festivals, das ausschließlich der Förderung des Kunstliedes widmet und intime Musikerlebnisse mit jungen Talenten und Community-Building verbindet. Der Schwerpunkt liegt auf internationalen Künstler:innen am Anfang ihrer Karriere, die wir transparent und fair bezahlen möchten. Unser langfristiges Ziel: dynamische Kollaborationen mit besonderen Veranstaltungsorten, Künstler:innen und Unternehmen in ganz Berlin aufzubauen.

2. Kreativität & Interdisziplinarität
Durch die Verschmelzung klassischer Musik mit visuellen Elementen, Tanz, zeitgenössischer Musik, Spoken Word und anderen musikalischen Genres möchten wir die Relevanz und Kreativität des Genres Kunstlied hervorheben und stärken. Wir beschreiten neue Wege, um die besonders enge Beziehung zwischen Poesie und Musik, die das Genre Kunstlied so einzigartig macht, herauszustellen und zu vertiefen.

3. Gemeinschaftsorientierung
Wir wollen ein breiteres Publikum dazu anregen, die Schönheit und Relevanz dieser Musikgattung im heutigen Kontext zu entdecken. Ein echter Austausch zwischen Publikum und Künstler:innen findet nach jedem Konzert statt. Das Festival bietet ein finanziell leichter zugängliches, weniger elitäres Erlebnis klassischer Konzerte.  Wir wollen klassische Musik dezentralisieren und lokal erlebbar machen. Wir arbeiten in diesem Geiste der Inklusivität zusammen mit Veranstaltungsorten, die ein Gefühl von Gemeinschaft vermitteln und den Zuhörer:innen ermöglichen, sich weniger eingeschränkt zu fühlen als in einem traditionellen Konzertsaal. Das Projekt gibt den Zuhörer:innen die Möglichkeit, diese Musik in einem intimen, ungewöhnlichen und integrativen Umfeld zu erleben.

4. Nachwuchsförderung
Bei Berlied engagieren junge Künstlerinnen junge Kollleg:innen, die ebenfalls am Anfang ihrer Karriere stehen. So trägt das Festival auch zum “Netzwerk Lied” bei.

5. Diversität
Wir streben ein vielfältiges Programm an, in dem alle Geschlechter und Stimmlagen vertreten sind; gleichzeitig möchten wir dezidiert Künstlerinnen, Komponistinnen und Schriftstellerinnen fördern. Anstatt jedoch ihre Arbeit als unterrepräsentierte Künstlerinnen zu fördern und sie als Sonderfälle zu behandeln, zielt das Festival darauf ab, Künstlerinnen in den „Kanon“ der klassischen Kammermusik und Literatur einzubinden. In diesem Kontext möchten wir die Qualität ihrer Kunst für sich selbst sprechen lassen.

6.Umweltbewusstsein
Wir legen Wert auf eine möglichst ressourcenschonende Umsetzung unseres Festivals und haben uns vorgenommen, dies u.a. durch plastikfreies Catering, eingeschränkte Nutzung von Papier und Zug- statt Flugreisen der eingeladenen Künstler:innen zu verwirklichen.

Unterstützung

Jede Spende ist eine wertvolle Hilfe, die es uns ermöglicht, weiterhin erschwingliche Konzerte für ein breites Publikum anzubieten, unsere Künstler:innen angemessen zu vergüten und den Geist des Liedes durch Musik und die darstellenden Künste aufblühen zu lassen!

Herzlichen Dank und wir freuen uns sehr, Sie auf dem nächsten Berlied-Festival zu sehen!

Spendenkonto:

Berlied e.V.
IBAN: DE12 10‍0‍5 00‍00 01‍9‍0 99‍1‍5 77
BIC: BELADEBEXXX
Berliner Sparkasse

Sponsoring

Ihr Unternehmen möchte aktiv zum Erhalt und Entwicklung der Liedkultur beitragen? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf: info@berlied.de

Partner (2021–2023)

Neustart Kultur
GVL
Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
Heidelberger Frühling
Das Gärtnerhaus
Nirgendwo Berlin
Musik Cantus – Riedel
Wagner ePiano
Lions Clubs Berlin – Preußen von Humboldt
Deutsches Musikinformations Zentrum
Concerti

Künstlerisches Büro

Justine Eckhaut, Foto: Jeremy Knowles
Foto: Jeremy Knowles

Justine Eckhaut, Klavier / Künstlerische Leitung

Die französische Pianistin Justine Eckhaut ist Gründerin und, zusammen mit Sophia Stern, künstlerische Leiterin des Berlied Festivals. Nach ihrer Ausbildung in Lille studierte Justine am CNSMD de Lyon in der Klasse von Florent Boffard und David Selig. Sie erhielt wichtige Anregungen für ihre Arbeit von Thomas Hampson (Liedakademie des Heidelberger Frühling), Eric Schneider, Susan Manoff, Sarah Tysman und Hartmut Höll. Heute begleitet sie die Gesangsklassen von Caitlin Hulcup an der Universität der Künste in Berlin. Sie ist Pianistin und Korrepetitorin des Berliner Mädchenchores unter der Leitung von Sabine Wüsthoff und des Kinderchor des Staatsoper Berlin unter der Leitung von Vinzenz Weissenburger. Justine trat unter anderem im Konzerthaus Berlin, der Deutsche Oper Berlin, der Komischen Oper Berlin, bei den Bregenzer Festspielen sowie im Konzert Theater Bern auf. Im Jahr 2021 veröffentlichte sie zusammen mit dem lyrischen Sopran Marie-Pierre Roy beim Schweizer Label Prospero das Album „Le long du quai“, eine Sammlung französischer Mélodies auf Texte des Dichters Sully Prudhomme. Schon seit sie denken kann, liebt Justine Gedichte, zum Beispiel von Eluard, Aragon, Vilmorin und Hölderlin. Das stets neue und überraschende Zusammenspiel von Worten und Musik im Kunstlied stellt für sie einen unerschöpflichen Reichtum dar.

Sophia Stern, Foto: Katie Edwards
Foto: Katie Edwards

Sophia Stern, Mezzosopran / Künstlerische Leitung 

Die französisch-amerikanische Mezzospranistin Sophia Stern ist mit mehreren Sprachen und Kulturen aufgewachsen und hat ihr Zuhause immer darin gefunden, Gedichte zu lesen, Musik zu hören und Lieder aus verschiedenen Ländern zu interpretieren. Zurzeit studiert sie Gesang bei Caitlin Hulcup an der Universität der Künste in Berlin, nachdem sie zuvor ein Studium an der King’s College London Universität mit dem Schwerpunkt Vergleichende Literatur abgeschlossen hat. 

Als Mitglied des Opernstudios Opera Fuoco zwischen 2013-17 gab Sophia 2014 ihr Solodebüt als Dorabella in der Uraufführung von Nicolas Bacris „Cosi Fanciulli“ am Théâtre des Champs-Elysées. Zu ihren weiteren Rollen gehören Toybe in Rumshinskys „Die Goldene Kale“ und Anita in Bernsteins „West Side Story“ (2019), Krystal Lambert in Gregory Vajdas „Georgia Bottoms“ (2021) und l’Enfant in Ravels „L’Enfant et les Sortilèges“ (2023). 

Parallel dazu entdeckte sie ihre Vorliebe für die Kunst des Librettos und arbeitet seit 2017 mit dem deutschen Komponisten Andreas Bäuml zusammen. Gemeinsam schufen sie das Libretto zu der Kurzoper „Daphne’s Dream“, die 2018 in Salzburg uraufgeführt wurde, sowie mehrere Liederzyklen für Chor und Solostimme mit Ensemble. Derzeit arbeiten sie an ihrer zweiten Oper.  

Seit 2021 leitet Sophia gemeinsam mit der Pianistin Justine Eckhaut das Kunstliedfestival Berlied, das im kommenden Herbst seine dritte Saison in Berlin erlebt.