Künstler:innen 2026

Remy Burnens fografiert von Gerardo Garciacano
Foto: Gerardo Garciacano

Remy Burnens, Tenor

Der Schweizer Tenor Remy Burnens fühlt sich auf der Opernbühne und dem Konzertpodium gleichermaßen zuhause und ist gefragter Solist in der Schweiz und Europa. Das Fundament für sein Schaffen findet sich jedoch in der Liedkunst: Die frühe Begegnung mit Schuberts Liedschaffen hat den Stein erst ins Rollen gebracht. Seither zieht das Lied als stetiger Begleiter durch sein Leben mit und rückt immer wieder ins Zentrum. Burnens ist außerdem leidenschaftlicher Dichter und Schriftsteller. Sein Gedicht „Crepuscule – a Song in the Wood“, vertont von Paul Suits, wurde 2025 in Zürich uraufgeführt.

Mit der Pianistin Clémence Hirt gründete er 2018 das Duo Dalùna. Das Duo tritt regelmäßig in der Schweiz und in Deutschland auf. Sie spielten in Zürich, Bern, Dresden, Zittau und Genf, waren Gäste am Rhônefestival für Kunstlied in Brig und an der Schubertiade von Radio Espace 2 in Fribourg Basel. Sie wurden als „Découvertes“ in die Saison des Konzertsaals La Prairie in Bellmund eingeladen und waren Mitglieder der Liedakademie von LIEDBasel. Dabei wechseln sie traditionelle Programme wie Franz Schuberts „Die Schöne Müllerin“ mit innovativen Konzepten wie „Musical Adventures“ ab und legen Wert darauf, wenig gespieltem Repertoire wieder Gehör zu verschaffen. 

Als Duo Dalùna haben die beiden Musiker zwei CDs aufgenommen: Ihre erste gemeinsame CD, „A Song in the Wood“ mit Liedern von Britten, Head und Quilter erschien im Sommer 2021 beim Label Prospero Classics. Die zweite CD „Geheimes Sehnen“ wird im Frühjahr 2027 erscheinen. Burnens singt außerdem auf der CD mit der Weltersteinspielung der Lieder von Martha von Castelberg (2020, SoloMusica).

Justine Eckhaut photographed by Sébastien Jourdan
Foto: Sébastien Jourdan

Justine Eckhaut, Klavier

Die französische Pianistin Justine Eckhaut ist eine vielseitige Künstlerin. Neben ihrer internationalen Konzerttätigkeit als Liedpianistin, Kammermusikerin und Solistin engagiert sie sich intensiv in der musikalischen Vermittlung sowie in interdisziplinären künstlerischen Projekten.

Im Jahr 2020 gründete sie das Festival berlied, ein unabhängiges Liedfestival in Berlin, dessen künstlerische Leiterin sie bis heute ist. Mit berlied entwickelt sie innovative Konzertformate, die das Kunstlied in einen interdisziplinären Kontext stellen. Das Festival hat sich als wichtige Plattform für zeitgenössische Perspektiven auf das Lied etabliert und präsentiert 2026 seine fünfte Ausgabe sowie erstmals eine internationale Masterclass für Liedduos.

Von 2019 bis 2021 wurde sie von Thomas Hampson zur Lied Akademie des Heidelberger Frühlings eingeladen. Engagements führten Justine Eckhaut unter anderem an die Opéra National de Lyon, in den Pierre Boulez Saal, zum Liedstadt Festival, zu Lied in Würzburg, in die Berliner Philharmonie, zu den Bregenzer Festspielen, zu France Musique sowie an das Oriental Art Center in Shanghai. Sie ist außerdem Mitglied des Trio Dara, das 2024–2025 an der Fondation Singer-Polignac residierte, und von Let me LIED you, einem interdisziplinären Projekt der Sopranistin Amanda Becker.

2025 gewann sie gemeinsam mit der lettischen Sopranistin Katrina Paula Felsberga den Ersten Preis sowie den Preis für die beste Interpretation des Auftragswerks beim Wettbewerb „Franz Schubert und die Musik der Moderne“ in Graz. 2024 erhielt sie den Pianist*innenpreis für herausragende Leistungen in der Liedbegleitung beim Bundeswettbewerb Gesang in Berlin.

Sie unterrichtet Liedgestaltung an der HMDK Stuttgart und arbeitet als Gesangscoach an der Universität der Künste Berlin.

Foto: Elina Ceprova

Katrīna Paula Felsberga, Sopran

Die lettische Sopranistin Katrīna Paula Felsberga ist international in Oper, Lied und zeitgenössischer Musik tätig. In der Saison 2025/26 gab sie ihr Rollendebüt als Musetta in Puccinis „La bohème“ an der Lettischen Nationaloper, außerdem sang sie Adina in Donizettis „L’elisir d’amore“ und Emilia in Händels „Flavio“. Beim Händelfestival Halle übernahm sie die Partie der Polissena in „Radamisto“. Zuvor war sie im Atelier Lyrique des Verbier Festivals u. a. als Nella in „Gianni Schicchi“ zu erleben.

Einen Schwerpunkt bildet der Liedgesang. Sie arbeitet regelmäßig eng mit den Pianisten Julius Drake, Malcolm Martineau, Graham Johnson und Agnese Egliņa sowie mit der Pianistin Justine Eckhaut, mit der sie interdisziplinäre Programme entwickelt, darunter das szenische Projekt „What the Water“, das beim Sansusī-Festival in Lettland uraufgeführt wurde, und weitere Konzertformate. Ihre Liedtätigkeit führte sie in den Pierre Boulez Saal Berlin, das Konzerthaus Berlin, die Villa Senar Luzern sowie zu den Festivals Heidelberger Frühling und Kissinger Sommer.

Sie ist zudem in der zeitgenössischen Musik aktiv und hat über dreißig Werke uraufgeführt, u. a. von Christian Jost, Lisa Streich und Oscar Bianchi, und trat bei IRCAM Paris sowie MaerzMusik Berlin auf.

Katrīna Paula Felsberga ist Preisträgerin der Jāzeps Vītols International Vocal Competition sowie des Internationalen Schubert-Wettbewerbs in Graz, jeweils mit dem Ersten Preis. Sie ist Alumna der Liedakademie des Heidelberger Frühling sowie weiterer Liedakademien.

Foto: Lenny Ruprecht

Clémence Hirt, Klavier

Die Schweizer Pianistin Clémence Hirt arbeitet als Liedpianistin, Korrepetitorin und Klavierlehrerin. Dank ihrer Leidenschaft für Literatur und vokale Musik ist die Liedkunst zu einem roten Faden in ihrem Leben geworden. Sie trat bei mehreren renommierten Lied-Festivals in der Schweiz auf. 2024 hat sie den Preis vom Theater Orchester Biel-Solothurn mit dem Countertenor Charles Sudan beim internationalen Liedwettbewerb „Les Saisons de la Voix“ in Gordes gewonnen. 2018 gründet sie das Duo Dalùna mit dem Tenor Remy Burnens. Zusammen haben sie 2022 den 3. Preis im internationalen Liedwettbewerb „Bolko von Hochberg“ in Görlitz gewonnen. Es folgten Liederabende in Dresden und Zittau. Nach einem ersten Album „A Song in the Wood“, 2021 vom Label Prospero veröffentlicht, wird eine nächste Einspielung mit deutschen Liedern im Frühling 2027 erscheinen.

Die Musikerin wird in der Saison 2026-2027 am Theater Orchester Biel-Solothurn korrepetieren. Sie ist die Korrepetitorin vom Schweizer Jugendchor und vom Konzertchor Solothurn. 2024 hat sie unter anderem mit Daniel Reuss und dem Ensemble vocal de Lausanne, sowie Simon Rattle beim Verbier Festival gespielt. Sie arbeitete als Korrepetitorin an den Musikhochschulen von Genf und Lausanne.

Die Pianistin hat an der Haute Ecole de Musique de Genève bei Prof. Marc Pantillon und an der Zürcher Hochschule der Künste in der Kammermusikklasse von Prof. Eckart Heiligers und in der Liedklasse von Prof. Christoph Berner studiert. Sie erhielt wichtige Impulse von Susan Manoff, Mitsuko Shirai, Markus Hadulla, Anne Le Bozec, Erna Ronca und Helmut Deutsch.

Clémence Hirt ist Stipendiatin der Schweizerischen Richard Wagner-Gesellschaft 2019 und Mitglied vom Verein „Lied the way“.

 

Juliette Journaux, Klavier 

Vom BBC Music Magazine als „Rising Star“ und vom Gramophone Magazine als „One to Watch“ ausgezeichnet, verfolgt Juliette Journaux eine doppelte Karriere in Frankreich und im Ausland und teilt ihre Zeit zwischen dem Rampenlicht als Solistin und einer hinter den Kulissen liegenden Rolle auf, die für die Welt der Oper unverzichtbar ist: der Rolle der Gesangscoachin.

Ausgebildet von Tatiana Kostrova, David Saudubray und Emmanuel Strosser, schloss Juliette ihre instrumentale Ausbildung mit zwei Master-Abschlüssen in den Fachrichtungen Gesangsbegleitung und Gesangscoaching ab, wobei sie bei Anne Le Bozec und Erika Guiomar studierte, die maßgeblich zu ihrer künstlerischen Entwicklung beitrugen.

Sie vervollkommnete ihre Fähigkeiten bei Christophe Prégardien, Julius Drake, Anne Sofie von Otter, Véronique Gens und Thomas Hampson. Mit Letzterem und mit Unterstützung der Académie Orsay-Royaumont, deren Preisträgerin sie ist, vertiefte sie sich in die Lieder von Gustav Mahler, die einen wichtigen Platz in ihren Recital-Programmen einnehmen, insbesondere in der Philharmonie de Paris, im Musée d’Orsay, an der Opéra de Lille und in der Abbaye de Royaumont. Als leidenschaftliche Verfechterin der Kunst des Liedes und der Melodie in Frankreich ist sie eine beliebte Bühnenpartnerin der neuen Sängergeneration.

Foto: Annemone Taake

Cole Knutson, Klavier

Der métis-kanadische Musiker Cole Knutson wird für seine „meisterhafte Kunst des Spiels mit Leichtigkeit und Finesse, seine Sensibilität im Anschlag und seine Intensität“ geschätzt.

Knutson ist in Konzertsälen wie der Wigmore Hall, der Carnegie Hall, dem Konzerthaus Berlin, dem Pierre Boulez Saal und dem Musée d’Orsay aufgetreten, ebenso bei Festivals wie dem Oxford Lieder Festival, Snape Maltings, Heidelberger Frühling und den Kalamata Music Days in Griechenland.

2025 gab er sein Rezitaldebüt in der Wigmore Hall mit der deutsch-kanadischen Mezzosopranistin Ema Nikolovska. Er gewann 2025 gemeinsam mit dem Bassbariton Jeeyoung Lim den ersten Preis beim Copenhagen Lied Duo Competition sowie beim Lyon International Chamber Music Competition. Zudem ist er zweifacher Träger der Sylva Gelber Music Foundation Awards, der renommiertesten Auszeichnung Kanadas für junge Musiker. 

Knutson hat Lehraufträge als musikalischer und Repertoirecoach sowie Korrepetitor an der Universität der Künste Berlin und an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover inne. Weitere Lehrtätigkeiten umfassen die Kalamata Music Days in Griechenland, den Spoleto Vocal Arts Workshop in Zusammenarbeit mit den Mahler und LeWitt Studios sowie Tätigkeiten als Korrepetitor an der Guildhall School of Music & Drama und am Royal College of Music.

Er studierte bei Wolfram Rieger, Julius Drake und Eugene Asti. 2026 absolvierte Knutson eine Residency bei Britten Pears Arts in Snape Maltings und Aldeburgh und nahm am WFIMC International Forum Inspiring the Future 2026 in Vilnius, Litauen, teil, einem internationalen Treffen von Künstlern, Managern und Branchenvertretern mit Fokus auf innovative Konzertformate und Publikumsentwicklung.

Foto: Grace Sohn

Jeeyoung Lim, Bariton

Jeeyoung Lim wuchs mehrsprachig auf und seine Leidenschaft für Sprachen führte ihn zur Poesie. Als Poesieliebhaber und klassisch ausgebildeter Sänger, war es selbstverständlich, dass seine erste Liebe Kunstlied war. Diese Liebe brachte Jeeyoung nach Deutschland, wo er an der Hochschule für Musik Berlin „Hanns Eisler“ seine Master und Konzertexamen Studien absolvierte.

Mit seiner besonderen Leidenschaft konnte er schon einige Preise erringen – so beispielsweise den 1. Preis beim Concours International de Musique de Chambre de Lyon und den 1. Preis beim Copenhagen Lied-Duo Competition. 

Er sang unter anderem beim Musikfestival „Heidelberger Frühling“, beim „Eppaner Liedsommer“ und beim „LIEDBasel – Internationales Festival“. Er sang mehrmals auf Einladung von Thomas Hampson Liederabende bei der „Schubert Woche“ im Pierre Boulez Saal mit Pianisten wie Graham Johnson und Malcolm Martineau.

Wenn Jeeyoung nicht auf der Bühne singt, arbeitet er als Leiter der „Songbirds Magazine“, um einen Plattform zu bauen für Künstlerinnen, die ihre künstlerischen Meinungen teilen wollen.

 
Foto: Benjamin Reason

Julien Van Mellaerts, Bariton

Der mehrfach ausgezeichnete neuseeländische Bariton Julien Van Mellaerts, von “Das Opernmagazin” für sein „Charisma und seine stimmliche Eleganz“ gelobt, ist sowohl als Liedsänger als auch auf der Opernbühne international gefragt. Er gewann jeweils den ersten Preis beim Wigmore Hall International Song Competition und bei den Kathleen Ferrier Awards und vertrat Neuseeland 2019 beim BBC Cardiff Singer of the World Wettbewerb. Als Absolvent der International Opera School des Royal College of Music und Träger der Tagore Gold Medal feierte Van Mellaerts in jüngster Zeit erfolgreiche Rollen- und Hausdebüts beim Verbier Festival, bei der Salzburger Mozartwoche, an der Opéra National de Lorraine, bei Opera Holland Park sowie bei New Zealand Opera. Im Jahr 2024 wurde er als Laureat der Kiri Te Kanawa Foundation ausgezeichnet – eine Anerkennung für seinen Unternehmergeist und seinen Erfolg auf und abseits der Bühne. Im Dezember 2025 wurde er zudem zum Trustee des Laidlaw Opera Trust ernannt.

Zu seinen jüngsten Opernrollen zählen Graf Almaviva in „Le nozze di Figaro“ bei New Zealand Opera, der Herzog von Nottingham in „Roberto Devereux“ am Theater Ulm, Dr. Falke in „Die Fledermaus“ bei Opera Holland Park, Renato in „Un Ballo in Maschera“ bei Wellington Opera, Figaro in „Le nozze di Figaro“ beim Palermo Classica International Festival sowie Petrucci in „Lucrezia Borgia“ am Teatro de la Maestranza in Sevilla. Letztere Produktion wurde aufgezeichnet und erscheint 2026 bei Prima Classic. Seine neueste CD „Dialogues“ mit Liedern von Schubert („Schwanengesang“) und Errollyn Wallen erscheint am 3. Juli 2026 bei Delphian Records. Zu seinen kommenden Engagements zählen eine Rückkehr an das Teatro de la Maestranza in Sevilla für „Roméo et Juliette“, die Titelrolle in Thomas’ „Hamlet“ mit der Chelsea Opera Group sowie weitere Auftritte beim Palermo Classica International Festival, bei Opera Holland Park und mehrere in Kürze bekanntzugebende Aufnahmeprojekte mit Lied- und Konzertrepertoire.

Zu seinen früheren Opernrollen gehören Figaro in „Le nozze di Figaro“ und Masetto in „Don Giovanni“ bei der Salzburger Mozartwoche, Papageno und Masetto beim Verbier Festival, die Titelrolle in der neuseeländischen Erstaufführung von „Wozzeck“, Oreste in „Iphigénie en Tauride“ an der Opéra National de Lorraine, Graf Almaviva in „Le nozze di Figaro“ bei Opera Holland Park, Silvio in „I Pagliacci“ an der Israeli Opera sowie der Herzog von Nottingham in „Roberto Devereux“ am Badischen Staatstheater.

Foto: Clara Evens

Nanami Nomura, Klavier

Die aus Japan stammende Pianistin Nanami Nomura hat ihren künstlerischen Schwerpunkt in der Liedgestaltung und Kammermusik. Nach ihrem Klavierstudium in Japan kam sie 2019 nach Deutschland, wo sie ihre Begeisterung für die deutsche Sprache und Literatur vertiefte. Die besondere Klanglichkeit der Sprache sowie die enge Verbindung von Dichtung und Musik weckten ihr nachhaltiges Interesse an der Liedgestaltung.

Von 2019 bis 2022 studierte sie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin bei Prof. Wolfram Rieger und erhielt zudem wichtige Impulse von Prof. Eric Schneider. In dieser Zeit entwickelten sich die freie Interpretation und die differenzierte Klanggestaltung zu prägenden Elementen ihres künstlerischen Profils. In der Liedklasse von Prof. Schneider lernte sie die Sopranistin Sophia Stern kennen, mit der sie eine langjährige musikalische Zusammenarbeit verbindet.

Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf dem Repertoire von Komponistinnen. Gemeinsam mit der Sopranistin Frieda Jolande Barck gewann sie 2023 den 1. Preis sowie den Publikumspreis beim Josephine-Lang-Wettbewerb. In Zusammenarbeit mit der Regisseurin Lea Willeke entwickelte das Duo die szenischen Liederprogramme „Ein Liederabend von Frauen, über Frauen, für alle“ (2024) und „Frühling im Herbst“ (2025), die international aufgeführt und in Japan mit einem Sonderpreis ausgezeichnet wurden. Durch innovative Dramaturgien verknüpft sie gesellschaftliche Themen mit der Musik und macht so das Schaffen von Komponistinnen und Dichterinnen erfahrbar.

Neben ihrer Konzerttätigkeit ist sie als Korrepetitorin tätig: von 2021 bis 2025 beim Philharmonischen Chor Berlin, seit 2022 regelmäßig für den Rundfunkchor Berlin sowie für Solistinnen und Solisten des DSO und RSB. Zudem hat sie einen Lehrauftrag an der UdK Berlin inne.

 
Foto: Katie Edwards

Sophia Stern, Mezzosopran

Sophia Stern, aufgewachsen in einem mehrsprachigen und multikulturellen Umfeld, hat ihre künstlerische Heimat in der Welt des Liedes gefunden. Die französisch-amerikanische Mezzosopranistin und Librettistin widmet sich der Interpretation von Texten und Musik von der Renaissance bis zur Gegenwart – von Kunstlied und Oper über Folk und Jazz bis hin zu Spoken Word – und gilt als leidenschaftliche Verfechterin der Kammermusik.

Ihre musikalische Ausbildung schloss Sophia an der Universität der Künste Berlin ab; zuvor studierte sie Vergleichende Literaturwissenschaft am King’s College London. Als Mitglied des Opera Fuoco Young Artists Program in Paris sammelte sie Bühnenerfahrung auf internationalen Podien in ganz Europa und China. Sie tritt regelmäßig mit renommierten Barockensembles in Frankreich, Deutschland und den USA auf und entwickelt gemeinsam mit dem Lautenisten Charlie Zhang und dem Multi-Instrumentalisten Johannes Wolff neue Duo-Programme. Im August 2025 nahm sie an der „Académie Voix Nouvelles“ in der Abbaye de Royaumont teil.

Seit 2022 leitet Sophia gemeinsam mit Justine Eckhaut das berlied festival in Berlin, das in diesem Herbst in seine 5. Saison geht.

Als Librettistin hat sie die Oper „Daphne“, die 2018 in Salzburg uraufgeführt wurde, sowie sieben Kammermusikstücke in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Andreas Bäuml verfasst.

 

Vorbands

Joon Oh Kim, Klavier 

Der aus Montreal stammende Pianist Joon Oh Kim wird für seine „Klangvielfalt“ (Osthessen-Zeitung) und seine „charaktervollen“ Interpretationen (Jacques Rouvier) geschätzt. Als Solist und Kammermusiker ist er international tätig und konzertierte bereits in Europa sowie in Nord- und Südamerika. Er gewann den ersten Preis beim Léopold-Bellan-Wettbewerb und trat als Solist mit dem Fiestravaganza Ensemble in Berlin sowie dem Master Orchestra in Brescia unter der Leitung von Evan-Alexis Christ und Sergio Baietta auf. 2024 erreichte er das Halbfinale des internationalen Cembalo-Wettbewerbs „Jurow“ und wurde als Begleitpianist zu renommierten Akademien und Wettbewerben in Mexiko, Kanada und Deutschland eingeladen. Nach seinem Studium am Conservatoire de musique de Montréal bei André Laplante und Richard Raymond setzt er seine Ausbildung an der Universität der Künste Berlin bei Björn Lehmann und Norie Takahashi fort, wo er zudem als Begleiter im Fachbereich Gesang tätig ist.

Foto: Keith Saunders

Elise Morton, Sopran  

Elise Morton ist eine in Berlin lebende australische Sopranistin, die für ihren warmen Ton, ihre Vielseitigkeit und ihr breites musikalisches Interesse bekannt ist. Sie erkundet häufig Repertoire jenseits des opernhaften Kanons, mit besonderer Vorliebe für Consort-Gesang, Lied und Oratorium. Zu ihren jüngsten Höhepunkten zählt die Aufführung von Händels Solokantate Lucrezia mit dem aufstrebenden Ensemble Vox Ignis sowie Auftritte mit international anerkannten Ensembles wie dem Australian Brandenburg Orchestra. Nachdem sie ihre berufliche Laufbahn als Chorsängerin begann, ist Elise eine engagierte Choristin geblieben und pflegt eine tiefe Liebe zur Renaissance-Chormusik; derzeit präsentiert sie Ausschnitte dieses Repertoires mit einem ausgewählten Vokalensemble bei Luminiscence in der Michaeliskirche Hamburg. Sie freut sich zudem auf ihr Debüt im Kammermusiksaal mit der Camerata Vocale Berlin, in dem sie die Sopran-Soli in Händels Israel in Egypt singt. Elise arbeitet seit Juni mit der Pianistin Rin Watanabe zusammen; sie freuen sich darauf, diese Zusammenarbeit über das Festival hinaus mit Aufführungen von Lili Boulangers Clairières dans le ciel fortzusetzen.

Foto: Clara Evens

Maria Rüssel, Mezzosopran

Die Sängerin Maria Rüssel stammt aus Hannover.

Von 2022 bis 2025 war sie Ensemblemitglied am Eduard-von-Winterstein-Theater in Annaberg-Buchholz, wo sie sich ein großes Repertoire mit relevanten Fachpartien im Opern- und Operettenbereich erarbeiten konnte. Sie debütierte unter Anderem als Rosina in „Der Barbier von Sevilla“, als Donna Elvira in „Don Giovanni“ und als Prinz Orlofsky in „Die Fledermaus“.

Neben der Oper schätzt Maria die Vielseitigkeit des Gesangs. Sie ist als Lied- und Konzertsängerin gefragt, etwa in Zusammenarbeit mit Pianistin Saki Sakai und in Ensembles wie dem Balthasar-Neumann-Chor.

Ersten Gesangsunterricht erhielt Maria im Mädchenchor Hannover bei Chorleiterin Prof. Gudrun Schröfel. Ihr Studium nahm sie in der Klasse von Prof. Sabine Ritterbusch an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover auf, das sie an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Carola Höhn fortsetzte.

Sie war Stipendiatin der Yehudi Menuhin Live Music Now Hannover e.V. Stiftung.

Saki Sakai, Klavier

Die aus Kyoto, Japan, stammende Pianistin Saki Sakai absolvierte ihren Bachelorabschluss im Hauptfach Klaviersolo am Osaka College of Music in Japan, wo sie während ihres Studiums vielfältige kammermusikalische Erfahrungen sammelte, unter anderem in Ensembles mit Gesang, Horn und Streichinstrumenten. Im Zeitraum von Oktober 2022 bis Juli 2023 absolvierte sie ein Kontaktstudium im Fachbereich Lied/Klavier bei Prof. Cornelis Witthoefft an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Im Juli 2025 schloss sie ihr Masterstudium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Prof. Wolfram Rieger erfolgreich ab. Weitere künstlerische Impulse erhielt sie in den Fächern zeitgenössische Musik und Lied bei Martin Schneuing sowie im Liedduo bei Prof. Eric Schneider und Prof. Klara Hornig. Derzeit tritt sie regelmäßig in Konzerten mit unterschiedlichen SängerInnen und InstrumentalistInnen auf. Zudem ist sie als Lehrbeauftragte im Fachbereich Gesang an der Universität der Künste Berlin tätig.

Foto: Ashwin Schinde

Avila Lorena Sarode, Sopran

Avila Lorena Sarode ist lyrische Koloratursopranistin und verbindet in ihrer Arbeit Stimme, Bewegung und szenischen Ausdruck zu einer eigenständigen Form des musikalischen Erzählens. Sie studierte an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Caitlin Hulcup und Prof. Albert Pesendorfer. Ihr Repertoire reicht von Monteverdi, Händel und Mozart bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen. In ihren Liedprogrammen widmet sie sich neben dem klassischen Kanon bewusst Werken von Komponistinnen und weiteren lange überhörten Stimmen und versteht Konzertprogramme als Raum für künstlerische Vielfalt und gesellschaftlichen Dialog. Neben ihrer internationalen Konzerttätigkeit ist sie als Gesangspädagogin tätig und hat sich über drei Kontinente hinweg einen Schüler*innenkreis aufgebaut. Mit ihrem warmen, hellen Timbre und ihrer starken Bühnenpräsenz schafft sie Konzerterlebnisse von großer Nähe und Ausdruckskraft.

Foto: Studio Sunseed

Rin Watanabe, Klavier

Die Pianistin Rin Watanabe wurde in Japan geboren und begann ihre Klavierausbildung im Alter von zwei Jahren. Schon früh sammelte sie umfangreiche Erfahrung im Ensemblespiel. Seit 2025 studiert sie das Konzertexamen Liedgestaltung an der hmt Rostock bei Prof. Karola Theill. Beim Internationalen Interpretationswettbewerb Verfemte Musik 2026 wurde sie mit dem Sonderpreis EXILARTE sowie dem Nachwuchsförderpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet. 

Als Liedpianistin trat sie unter anderem beim Lunchkonzert der Berliner Philharmonie sowie in zahlreichen weiteren Konzerten auf. Besonders geschätzt wird sie für ihr tiefes Verständnis der Liedtexte, ihre sensible musikalische Gestaltung sowie ihre ausgeprägte Fähigkeit zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Sängerinnen und Sängern. 

Inspiriert wurde sie durch den Besuch verschiedener Meisterkurse für Liedgestaltung. Die Teilnahme am ersten Meisterkurs des Berlied Festivals unter der Leitung von Roberta Cunningham und Justine Eckhaut gab den Anstoß für ihre Zusammenarbeit mit der Sopranistin Elise Morton.